, Keiser Jan

Historischer Finaleinzug im Regio-Cup

Die SG Sarnen/Stans belohnt eine starke Cupleistung mit der Silbermedaille.

Der Cupfinal in Bildern (Fotograf: Lukas Wicki)

Die SG Sarnen/Stans hat am vergangenen Wochenende in Sursee ein Stück Vereinsgeschichte geschrieben. Nach dem erstmaligen Einzug in den Final des Regio-Cups beenden die Nid- und Obwaldner das Final4 sensationell auf dem zweiten Platz. Zwar musste sich die Zweitliga-Equipe im Finalspiel dem favorisierten Titelverteidiger BSV Borba Luzern mit 27:37 geschlagen geben, doch der Finaleinzug stellt einen grossen Erfolg für die Spielgemeinschaft der Handballriege TV Sarnen und des BSV Stans dar.

Bereits im Vorfeld des Finalturniers war die Teilnahme am Final4 ein besonderer Meilenstein für die SG Sarnen/Stans gewesen. Im Achtelfinal hatten sich die Sarner und Stanser auswärts gegen die SG Wiggertal MU19 durchgesetzt, ehe im Viertelfinal das vereinsinterne Duell gegen die Drittligamannschaft der SG Sarnen/Stans deutlich gewonnen wurde. Damit qualifizierte sich das Team erstmals für das Finalturnier in Sursee.

Im Halbfinal vom Samstag kam es zum Duell mit dem gestandenen Zweitligisten SG Ruswil Wolhusen, ein Spiel, das bereits im Vorfeld als ausgeglichene Begegnung zweier Teams erwartet worden war. Genau so entwickelte sich die Partie auch. Die SG Sarnen/Stans erwischte den besseren Start und erspielte sich bis zur Pause eine 17:13-Führung. Zwar kämpfte sich Ruswil Wolhusen in der zweiten Halbzeit wieder heran und glich in der Schlussphase aus, doch die SG behielt in den entscheidenden Momenten die Nerven und sicherte sich schliesslich den knappen 27:26-Erfolg und damit den historischen Finaleinzug.

Im Final am Sonntag wartete mit dem BSV Borba Luzern allerdings ein anderes Kaliber. Der Titelverteidiger, gespickt mit Spielern mit Nationalliga-A- und sogar Länderspielerfahrung, zeigte von Beginn an seine Klasse. Zwar hielt die SG Sarnen/Stans in der Anfangsphase noch gut mit, doch Borba setzte sich Mitte der ersten Halbzeit zunehmend ab. Beim Stand von 20:12 zur Pause war der Favorit bereits klar auf Titelkurs.

Auch nach dem Seitenwechsel gelang es der SG nicht mehr, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Borba nutzte seine individuelle Qualität konsequent aus und baute den Vorsprung weiter aus. Trotz kämpferischem Einsatz und einigen Treffern in der Schlussphase mussten sich die Sarner und Stanser schliesslich mit 27:37 geschlagen geben.

Auch wenn der Cupfinal verloren ging, überwiegt bei der SG Sarnen/Stans der Stolz über das Erreichte. Viele Spieler der Mannschaft haben ihre Handballlaufbahn einst in der vierten Liga begonnen und sich Schritt für Schritt nach oben gearbeitet. Dass sie nun als Zweitligamannschaft im Rahmen eines Cupfinals antreten und dabei mit Einlaufkindern, Physiotherapeuten und Verpflegung in der Kabine sogar etwas Luft vom Profihandball schnuppern konnten, unterstreicht die besondere Bedeutung dieses Wochenendes. Mit der Silbermedaille im Regio-Cup hat das Team um Spielertrainer Christian Imfeld zudem etwas Greifbares erreicht: Sie ist speziell für den Obwaldner Handball die erste Auszeichnung in einem Ernstkampf und wird künftig einen besonderen Platz im Regal einnehmen.

Gleichzeitig macht das erfolgreiche Cupwochenende Mut für den Schlussspurt in der Meisterschaft. Die SG steht in der Meisterschaft mitten im Abstiegskampf und kann das positive Momentum gut gebrauchen.

Bereits am Samstag, 21. März um 18:00 Uhr geht es weiter mit dem Heimspiel in der Dreifachturnhalle Sarnen gegen die SG Mutschellen-Wohlen. Im Spiel zuvor um 16:00 Uhr misst sich die Drittliga-Equipe mit der SG BSV Borba/TV Horw. Die SG freut sich über jede Unterstützung in der Kantihalle.

Die Silberhelden:
Casanova, Ekmecic und Frei im Tor; Barmettler (2), Bircher (1), Ettlin (2), Gander (2), Heinzer (2), Imfeld (2), Minder (2), Odermatt, Sciascera (5), Spindler (5), Sitz (3), Wallimann (1), Zimmermann; Coach/Bank: Marjanovic, Wolf, Keiser P., Keiser J.; Physio: Keiser Urs

Liveticker

Herzliches Dankeschön an dieser Stelle nochmals an unsere Physiotherapeuten Flavia Meier und Urs Keiser von physiosarnen für die Unterstützung während dem Finalturnier!